Am 19. September organisiert die Walliser Gruppe der Pfade des Wissens in Zusammenarbeit mit der Stadt Sitten eine Veranstaltung, um die Initiative im Kanton bekannt zu machen. Es werden ein Vortrag und thematische Workshops rund um das Thema «Der Platz des Lebendigen in der Stadt» angeboten.

Das Wallis verfügt über einen Reichtum, der sich nicht nur an seinen Landschaften, seinen Weinbergen oder seinem baulichen Erbe messen lässt. Er liegt auch in den Handgriffen, den Praktiken und dem Wissen, das Frauen und Männer im Alltag weiterhin am Leben erhalten: anbauen, verarbeiten, bauen, pflegen, Materialien bearbeiten, die Natur beobachten, weitergeben.

Dennoch bleiben diese umweltfreundlichen Kenntnisse allzu oft im Verborgenen, obwohl sie zur Widerstandsfähigkeit des wirtschaftlichen und sozialen Gefüges des Kantons beitragen. Wie lassen sie sich besser zur Geltung bringen? Wie können sie weitergegeben, bekannt gemacht und den jüngeren Generationen zugänglich gemacht werden?

Genau das ist das Ziel der Pfade des Wissens, die am 19. September in Sion im Rahmen einer in Zusammenarbeit mit der Stadt Sitten organisierten Veranstaltung vorgestellt werden.

Dieser Tag bietet zudem die Gelegenheit, das Thema «Der Platz des Lebendigen in der Stadt» zu behandeln. Auf dem Programm stehen:

  • Vormittags: ab 9 Uhr Empfang, Vortrag zum städtischen Wandel, Vorstellung der Pfade des Wissens
  • Mittags: Apéro und Picknick
  • Nachmittags: thematische Workshops nach Wahl

Anmeldungen sind unter communication@sentiers-des-savoirs.ch erwünscht.

Es wird ein Unkostenbeitrag von 10 CHF für den Tag erhoben.

Die Pfade des Wissens im Wallis?

Nach zwei Jahren Pilotprojekt im Jurabogen treten die Pfade des Wissens nun in eine Phase der schrittweisen Ausweitung auf die gesamte Schweiz ein. Im Jahr 2026 ist das Netzwerk in den Kantonen Jura, Bern, Neuenburg, Waadt und Freiburg vertreten, mit dem Ziel, seine Entwicklung in weiteren Regionen fortzusetzen.

Das Wallis bietet ein besonders fruchtbares Terrain, um dieses Abenteuer fortzusetzen. Berglandwirtschaft, Weinbau, Handwerk, Lebensmittelverarbeitung, Pflanzenkunde, Praktiken im Zusammenhang mit Wald und Alpwirtschaft, traditionelles Bauwesen, Wissen rund ums Wasser oder auch neue Formen der Agrarökologie: An Wissen, das es weiterzugeben gilt, mangelt es nicht.

Nun geht es darum, dieses Wissen zu identifizieren und diejenigen, die es in sich tragen, mit jenen zusammenzubringen, die es entdecken möchten.

Das Treffen am 19. September richtet sich daher an:

  • potenzielle Wissensvermittlerinnen und -vermittler: Handwerkerinnen und Handwerker, Bäuerinnen und Bauern, Fachleute, Enthusiastinnen und Enthusiasten, Personen, die über Know-how oder eine Praxis verfügen, die sie teilen möchten.
  • Sympathisantinnen und Sympathisanten, Vereine, Institutionen und potenzielle Partner, die dazu beitragen möchten, das Netzwerk im Wallis auszubauen.
  • Personen, die sich für die Erfahrung als Wanderlernende interessieren.
  • an alle, die die Initiative kennenlernen möchten

Bereits 2025 hat sich eine Gruppe aus dem Wallis gebildet. Dieses Treffen in Sitten markiert somit eine neue Etappe: eine Etappe, in der das Wallis dazu eingeladen ist, seine eigenen Stimmen zu erheben und das Wissen zu vermitteln, das seinen Reichtum ausmacht.

Wir freuen uns darauf, Sie an dieser Veranstaltung begrüssen zu dürfen!

Flyer folgt in Kürze